TURNEN/RINGEN WSG Salzwedel veranstaltet Trainingslager in Osterburg

VON RENEE SENSENSCHMIDT ALTMARKZEITUNG

Altmark – Die Turnerinnen und die Ringer der WSG „Jenny-Marx“ Salzwedel nutzten kürzlich die optimalen Bedingungen der Landessportschule in Osterburg, um dort ein dreitägiges Trainingslager zu absolvieren. 37 Nachwuchssportler nahmen mit ihren Übungsleitern daran teil.

Die kleinen und großen Turnerinnen der WSG „Jenny-Marx“ Salzwedel nutzten drei Tage lang die optimalen Bedingungen an der Landessportschule in Osterburg.

Die Vorbereitungen auf dieses Trainingslager waren für die Vereinsvorsitzende Antje Schiel mit viel Stress verbunden. Denn lange war aufgrund der Corona-Pandemie nicht klar, ob und wann das im Januar geplante Trainingslager überhaupt durchgeführt werden kann. Erst nach der 6. Covid-19-Verordnung des Landes Sachsen-Anhalt und den darin enthaltenen Lockerungen für den Sport stieg die Hoffnung. Der Anruf der Sportschule mit der Mitteilung, dass das Trainingslager stattfinden kann, war wie eine Erlösung. „Wir wären auf 2000 Euro Stornierungskosten sitzen geblieben“, so Antje Schiel, die danach in zahlreichen Telefonaten und Einzelgesprächen alle Teilnehmer unterrichtet hat. „Seit dem 13. März durften wir uns nicht mehr zum Training oder zu Versammlungen treffen.“ Ein Problem in den Vorbereitungen war auch ein Busunternehmen zu finden, dass die Teilnehmer günstig in die Biesestadt und wieder nach Hause fährt. „Das war alles schon nervenaufreibend“, blickt die Vereinsvorsitzende zurück.

Unter Einhaltung alle Hygienevorschriften verlebten die WSG-Sportler drei ereignisreiche Tage an der Landessportschule in Osterburg. Insbesondere die große Kunstturnhalle begeisterte die kleinen Turnmädchen und ihre Übungsleiterinnen Magda Sell, Bettina Hehle, Elisabeth Hehle, Anna-Maria Schalk, Franziska Patzwall und Antje Schiel, die noch immer schwärmt. „Die Halle ist ein Traum. Ich verstehe nicht, dass es in Osterburg keinen Verein gibt, der Turnen anbietet. Bessere Bedingungen findet man in unserer Region nicht. Unsere Kinder waren begeistert und haben viele Dinge ausprobiert, die sie sich bislang nicht getraut haben.“

Für die Ringer um Trainer Konstantin Kell und Übungsleiter-Helfer Peter Jordan fand das Training unter strengen Auflagen statt, war doch Kampfsport zu diesem Zeitpunkt untersagt. Doch die Salzwedeler hatten mehrere „Dummies“ dabei, mit denen fleißig Hebel und Würfe geübt wurden. Laufeinheiten auf dem Sportplatz und die Geräte im Kraftraum sorgten dafür, dass auch die Ringer auf ihre Kosten kamen, ihre Athletik und Kraft verbessern konnten. „Nach der langen Pause waren alle Kinder hoch motiviert und haben die drei Trainingstage intensiv genutzt. Alle waren glücklich, dass sie endlich wieder trainieren durften“, berichtet Antje Schiel, die mit ihren Vereinsmitgliedern alle Einrichtungen der Landessportschule, auch die Schwimmhalle, nutzen konnte. Geduscht wurde auf den Zimmern, in zwei Gruppen wurden die Mahlzeiten zu sich genommen. „Das müssen wir öfters machen“, war das Urteil der WSG-Sportler, die aufgrund noch geschlossener Hallen in Salzwedel nun in die Sommerpause gehen. Leider ohne das traditionelle Sommerfest, das wie die Wahlversammlung ausfallen muss. „Ich hoffe, dass wir mit Beginn des neuen Schuljahres wieder in die Hallen können, um normal trainieren zu dürfen“, blickt Antje Schiel voraus. Die Vereinschefin hofft zudem, dass das Bummisportfest der jüngsten Turnkinder im November wie geplant stattfinden kann. Auch die im April ausgefallenen Kinder- und Jugendspiele sollen nach Möglichkeit nachgeholt werden.

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